Kultur und Kulturerbe

Die Kalelarga und die Masna-Straße in Šibenik

Die Hauptstraßen der Šibeniker Altstadt, die noch heute lebendig sind. Zwei Straßen, zwei Charaktere, eine Stadt.
Saison
Tijekom cijele godine
Beste Besuchszeit
Jutro
Schwierigkeitsgrad des Zugangs
Lagana
Voraussichtliche Dauer
2–3 Stunden
Preisklasse
Besplatno
Wichtiger Hinweis
Bequeme Schuhe, Wasser, Kamera.
Wenn Sie von der Poljana in die Altstadt eintreten, die einst von hohen Verteidigungsmauern umgeben war, gelangen Sie bald auf einen kleinen Platz, der zugleich eine Kreuzung ist. Biegen Sie links ab, befinden Sie sich in der Ulica kralja Tomislava, die von den Einheimischen seit jeher Kalelarga genannt wird, was so viel wie „breite Straße“ bedeutet.

In der Vergangenheit war sie das wichtigste Einkaufsziel, da sich hier zahlreiche Geschäfte und Handwerksbetriebe befanden, und in den Nachmittags- und Abendstunden wurde sie zur beliebten Promenade. So beliebt, dass das Flanieren auf der Kalelarga vor hundert Jahren durch eine spezielle Verordnung geregelt werden musste, um Menschenmassen zu vermeiden. Heute finden sich dort ebenfalls Läden mit traditionellem Handwerk und charakteristischen Souvenirs aus Šibenik. Wenn Sie bis zum Ende der Kalelarga weitergehen und über ihre Steinplatten schreiten, gelangen Sie direkt zur Kathedrale des Heiligen Jakob, einer steinernen Schönheit unter dem Schutz der UNESCO.

Kalelarga

Wenn Sie jedoch an der Kreuzung rechts in die Zagrebačka abgebogen sind, haben Sie eine Straße betreten, die die alteingesessenen Šibeniker stolz „Masna“ (die Fettige) nennen. Sie ist ein unverzichtbarer Teil der kulinarischen Geschichte von Šibenik, da sie einst von Gasthäusern, Tavernen und Wirtshäusern wimmelte, die einfache, traditionelle Gerichte anboten. Hier kehrten zur Mittagszeitvor allem Arbeiter und das einfache Volk ein, obwohl auch die feine Gesellschaft nicht abgeneigt war. Wegen der starken Dämpfe und des Fetts, das aus den Küchen der Wirtshäuser drang, erhielt die Straße ihren fettigen Spitznamen. Manche Beschreibungen erwähnen sogar Fett, das von frisch gebratenen Lämmern, die an die Wände der Wirtshäuser gelehnt waren und Hungrige anlockten, auf den Boden tropfte. Noch heute glänzen ihre Steinplatten, allerdings nicht mehr vor Fett, sondern durch die Schritte der vielen Menschen, die über sie flanieren.

Das dalmatinische Gericht „Pašta fažol“

Die Masna ist zu jeder Jahreszeit lebendig, da sie einer der beliebtesten Orte ist, an dem die Einheimischen ihren Kaffee trinken. Wenn Sie in die umliegenden Seitenstraßen abbiegen, werden Sie den Duft der Orte wahrnehmen, an denen die Einheimischen genau die „Marende“ (Mittagssnacks) genießen, die früher in der Masna serviert wurden. Dort, wo die Masna endet, beginnt der Aufstieg zur Gorica, dem steilsten Teil der Altstadt, und ein Labyrinth aus Gassen führt Sie zu ihrem höchsten Punkt, der Festung des heiligen Michael.

Egal, ob Sie sich an der Kreuzung für die Kalelarga oder die Masna (König-Tomislav-Straße oder Zagreber Straße) entscheiden, Sie werden nichts falsch machen, denn beide sind von unwiderstehlichem mediterranem Charme durchdrungen und bieten mit ihren zahlreichen architektonischen Details einen wahren Augenschmaus. Am Ende werden Sie ohnehin beide erkunden!

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