
Die erste schriftliche Erwähnung der Wassermühlen am Skradinski buk stammt aus dem Jahr 1251, aus einem Dokument von König Béla IV. über die Grenzziehung zwischen Šibenik und Trogir. Im 14. und 15. Jahrhundert erlangten diese Mühlen strategische Bedeutung für die gesamte östliche Adriaküste, da Städte von Istrien bis Dubrovnik ihre Mahldienste nutzten. Die heutigen Anlagen wurden größtenteils auf den Standorten älterer Mühlen errichtet; ihre ländliche Architektur verweist auf die Zeit nach dem Ende der osmanischen Bedrohung, genauer gesagt auf das 17. und den Beginn des 18. Jahrhunderts.

Die Gebäude wurden aus hartem Stein und Tuffstein errichtet, die mit einer Mischung aus Kalk und Sand verbunden sind. Die Dachkonstruktionen und Zwischendecken bestehen aus Holz, während die ursprüngliche Dacheindeckung aus Steinplatten durch Hohlziegel ersetzt wurde. Die Zugangswege sind noch heute mit Stein gepflastert, und der im österreichisch-ungarischen Kataster verzeichnete Grundriss aus dem späten 19. Jahrhundert ermöglicht eine präzise Identifizierung der einzelnen Komplexe und ihrer Bezeichnungen.

Einer der bedeutenderen Komplexe ist das „Gornja kuća“ (Oberes Haus), das eine Mühle, eine Küche, die Wohnung des Müllers und Wirtschaftsgebäude umfasst. Im Erdgeschoss befinden sich sechs restaurierte Mühlräder mit Antriebsmechanismus, während das Obergeschoss, der ehemalige Wohnbereich, heute als Ausstellungsraum dient. Neben der Mühle sind Wehre und Wasserzuleitungskanäle erhalten geblieben; in unmittelbarer Nähe befinden sich eine Walkmühle zur Tuchverarbeitung sowie ein in eine natürliche Höhle integrierter Waschkorb.
Die als „Živkuša“ und „Kalikuša“ bekannten Komplexe sind über eine kleine Steinbrücke mit zwei Bögen erreichbar. Diese einstöckigen Gebäude aus Stein und Tuffstein beherbergten einst im Erdgeschoss die Mühlen und im Obergeschoss die Wohnungen der Müller. Daneben wurden die Wassermühlen „Nova kuća I“ und „Nova kuća II“ restauriert, in denen heute Webwerkstätten untergebracht sind. Diese Räumlichkeiten bieten zusammen mit den in den Fels gehauenen Resten der Walkmühlen einen Einblick in die einstige industrielle Aktivität, die das Leben am Fluss Krka prägte.