
Die Insel verdankt ihren Namen den Überresten der antiken St.-Stephans-Kirche, die aus fein behauenem Stein erbaut wurde. Interessanterweise war Stipanac in römischer Zeit keine Insel, sondern durch einen 8 Meter breiten Steindamm mit dem Festland verbunden, der heute als archäologische Unterwasserzone registriert ist und bei Ebbe sichtbar wird. Bei der lokalen Bevölkerung ist die Insel eher unter dem Namen „Gavanovi dvori“ (Gavans Paläste) bekannt, was auf eine alte Volkssage über den hochmütigen Reichen Gavan zurückgeht, dessen Paläste auf den Grund des Sees versanken. Die ruhige und geschützte Oberfläche des Prokljan-Sees macht das Gewässer um Stipanac ideal für Stand-Up-Paddling (SUP) oder organisierte Familien-Kajaktouren, bei denen man das Gefühl hat, verborgene, antike Welten zu erkunden. Das Gebiet um Stipanac ist Teil der Route des „Dalmatia Šibenik Outdoor Festivals“ und zieht zahlreiche Läufer, Kajakfahrer und Schwimmer an. Die Insel ist ausschließlich mit dem eigenen oder einem gemieteten Boot, Kajak oder SUP erreichbar; der nächstgelegene Ausgangspunkt ist Raslina. Auf der Insel gibt es weder Gastronomie noch ausgebaute Strände, was sie zu einem idealen Rückzugsort für Gäste macht, die absolute Ruhe, Stille und ein Robinson-Crusoe-Erlebnis suchen, verbunden mit der Möglichkeit, über dem versunkenen römischen Damm zu tauchen.